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Häufige Fragen

Alles Wichtige zur Bitcoin „Buy Borrow Die"-Strategie, zu Bitcoin-besicherten Krediten, LTV, Liquidation und Steuern.

Was ist die Bitcoin „Buy Borrow Die"-Strategie?
Buy Borrow Die ist ein dreistufiger Ansatz: (1) Bitcoin kaufen und langfristig halten, (2) Statt zu verkaufen, Kredite gegen die Bitcoin als Sicherheit aufnehmen, (3) Die Bitcoin an Erben weitergeben. Da ein Kredit kein Verkauf ist, fällt keine Spekulationssteuer an. Der Kredit wird im Erbfall aus dem Nachlass abgelöst — die Erben erben den Bitcoin und tilgen die Schulden.
Wie funktionieren Bitcoin-besicherte Kredite?
Du hinterlegst deine Bitcoin als Sicherheit bei einem Kreditgeber und erhältst dafür Bargeld — Euro, Dollar oder Stablecoins. Du behältst das Eigentum an deinen Bitcoin; der Kreditgeber verwahrt sie als Pfand. Nach Rückzahlung von Kapital und Zinsen bekommst du deine Bitcoin zurück. Die Höhe des Kredits hängt von der vom Kreditgeber erlaubten Loan-to-Value-Quote (LTV) ab.
Was ist Loan-to-Value (LTV) und warum ist das wichtig?
LTV ist dein ausstehender Kredit geteilt durch den aktuellen Wert deiner Bitcoin-Sicherheit. Bei 50% LTV sichert ein Bitcoin-Stack von 100.000 € einen Kredit von 50.000 €. Die LTV steigt automatisch, wenn der Bitcoin-Preis fällt, weil dieselbe Schuld nun durch weniger Sicherheit gedeckt ist. Die meisten Kreditgeber lösen bei etwa 70% LTV einen Margin Call aus und liquidieren bei 80–85%. Eine niedrige LTV zu halten ist der wichtigste Schutz vor einer Zwangsliquidation.
Ist ein Kredit gegen Bitcoin ein steuerpflichtiger Vorgang?
In den meisten Ländern nein. Ein Kredit ist kein Verkauf — du hast deine Bitcoin nicht veräußert, also entsteht kein zu versteuernder Gewinn. Die erhaltene Liquidität ist Fremdkapital, kein Einkommen. Wenn deine Sicherheit jedoch vom Kreditgeber liquidiert wird, gilt das als Veräußerung und ist steuerpflichtig. Da die Regelungen je nach Land unterschiedlich sind, empfiehlt sich immer eine Beratung durch einen Steuerberater.
Was ist eine Liquidation und wann tritt sie ein?
Bei einer Liquidation verkauft der Kreditgeber automatisch einen Teil deiner Bitcoin-Sicherheit, um deine LTV wieder auf ein sicheres Niveau zu bringen. Sie wird ausgelöst, wenn der Bitcoin-Preis so weit fällt, dass deine LTV einen kritischen Schwellenwert erreicht — typischerweise 80–85%. Der Verkauf erfolgt ohne dein Zutun und gilt steuerlich als Veräußerung. Das ist das Hauptrisiko der Strategie: Ein plötzlicher Kurseinbruch kann zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt einen Zwangsverkauf auslösen.
Was ist ein Margin Call?
Ein Margin Call ist eine Warnung des Kreditgebers, dass deine LTV auf ein gefährliches Niveau gestiegen ist — meist rund 70%. Du hast dann ein begrenztes Zeitfenster (oft 24–48 Stunden), um entweder zusätzliche Bitcoin als Sicherheit nachzuschießen oder einen Teil des Kredits zurückzuzahlen. Handelst du nicht, schreitet der Kreditgeber zur Liquidation. Ein Liquiditätspuffer speziell für Margin Calls ist ein wichtiges Risikomanagement-Instrument.
Wie viel kann ich gegen meinen Bitcoin-Stack leihen?
Bei einem Bitcoin-Preis von 68.380 € erzeugt 1 BTC einen nachhaltigen Jahresbetrag von rund 11.738 € — dauerhaft, ohne je zu verkaufen. Im Rechner kannst du Stack-Größe, LTV und Zinssatz anpassen.
Ist die Strategie langfristig nachhaltig?
Nachhaltigkeit setzt voraus, dass das Preiswachstum von Bitcoin deinen Kreditzinssatz übersteigt. Wenn Bitcoin jährlich 15% steigt und dein Kredit 7% kostet, wächst die Sicherheitenbasis schneller als die Schulden — die LTV sinkt im Laufe der Zeit und du kannst dauerhaft weiterleihen. Ist das Wachstum niedriger als der Zinssatz, überholt die Schuld schließlich den Sicherheitenwert und die Strategie scheitert.
Was ist der Unterschied zwischen einem Laufzeitkredit und einem Dauerkredit?
Ein Laufzeitkredit hat eine feste Laufzeit — etwa 12 Monate — nach der Kapital und Zinsen vollständig zurückgezahlt werden müssen (meist durch Aufnahme eines neuen Kredits). Ein Dauerkredit oder revolvierender Kredit hat kein festes Enddatum; Zinsen laufen auf und du kannst nach eigenem Zeitplan abrufen oder zurückzahlen. Der Rechner modelliert den Laufzeitkredit-Rollover mit einer LTV-Grenze von 25%, da während des Refinanzierungsfensters kurzzeitig zwei Kredite gleichzeitig laufen — bei je 25% bleibt die kombinierte Belastung unter der typischen 50%-Liquidationsgrenze.
Warum leihen statt Bitcoin verkaufen?
Ein Bitcoin-Verkauf ist eine steuerpflichtige Veräußerung — du zahlst Spekulationssteuer auf den Gewinn, gibst deine Position dauerhaft auf und verlierst jede künftige Kurschance. Ein Kredit vermeidet das Steuerereignis, erhält deine Bitcoin-Exponierung und du bekommst deinen vollen Stack zurück, sobald du tilgst. Der Nachteil sind die Zinsen. Wirtschaftlich lohnt sich der Kredit immer dann, wenn die erwartete Bitcoin-Wertsteigerung den Kreditzinssatz übersteigt.
Bei welchem Bitcoin-Preis kann ich von den Krediten leben?
Beispiel: Um 36.000 €/Jahr aus 1 BTC nachhaltig zu generieren, muss Bitcoin einen Preis von 209.729 € erreichen. Bei einem Bitcoin-Preis von 68.380 € fehlen noch 207%. Im Rechner kannst du Zieleinkommen, Stack-Größe und LTV anpassen, um deinen persönlichen Freiheitspreis zu finden.
Was sind die wichtigsten Risiken von Bitcoin-besicherten Krediten?
Die wesentlichen Risiken sind: (1) Liquidation durch einen plötzlichen Bitcoin-Kurseinbruch, (2) Plattformrisiko — Insolvenz oder Ausfall des Kreditgebers, (3) Steigende Zinsen, die die Strategie unrentabel machen, (4) Regulatorische Änderungen, die Krypto-Kredite oder deren Steuerbehandlung betreffen. Gegenmaßnahmen: konservative LTV-Quoten (25–50%), Streuung auf mehrere Kreditgeber, Liquiditätspuffer für Margin Calls und regelmäßige LTV-Überwachung.

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